Burgruine Homburg

 

1240 erbaute Graf Hermann von Froburg diese Burg zur Überwachung des Transitverkehrs am Unteren Hauenstein. Er nannte sie Neu-Homberg zu Ehren seiner Gattin, die die Erbtochter des Grafen von Alt-Homberg im Fricktal war. Schon um 1300 wurde die Homburg mit den Dörfern des Homburgertals wegen Geldmangels an den Bischof von Basel verkauft. Dieser verkaufte sie um 1400 an die Stadt Basel weiter. Von da an residierten fast 400 Jahre lang die Basler Landvögte auf dem Schloss, das im Lauf der Jahrhunderte weiter ausgebaut wurde.



 


1798 ging die Homburg – ebenso wie die Schlösser Farnsburg und Waldenburg – in Flammen auf. Die freiheitlichen Ideen der Französischen Revolution hatten die Unzufriedenheit der Landbevölkerung angefacht. Nachdem der letzte Landvogt abgezogen war, räumte man alles Brauchbare aus dem Schloss, dann wurde es angezündet. Die Brandruine ging in Privatbesitz über und wurde gelegentlich als Steinbruch benutzt. Ab 1937 wurden erste Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten vorgenommen. 2008-2010 unterzog der Kanton Basel-Landschaft die Homburg einer gründlichen Sanierung. In voller Grösse ist heute noch der Wohnturm erhalten. Er ist der älteste Teil der Anlage.

Die Homburg ist eine der am besten erhaltenen Burgruinen der Nordwestschweiz Sie eignet sich gut als Ausflugsziel mit Kindern, zum Bräteln, oder auch als stimmungsvoller Ort für spezielle Veranstaltungen. Letztere sind bewilligungspflichtig.


Kontakt: Gemeindeverwaltung Läufelfingen.

Mittelalter-Themenweg

  Der Wanderweg von Läufelfingen zur Ruine Homburg ist als Themenweg gestaltet. Zehn Infotafeln berichten auf unterhaltsame Weise vom Leben der Ritter im Mittelalter: was sie assen und tranken, wie sie sich kleideten, was es mit ihren Wappen und Rüstungen auf sich hatte, wie sie Fehden austrugen... Der Themenweg folgt dem Wanderweg und beginnt am Waldrand oberhalb vom Spielplatz Chrätziger. Er kann mit Kindern gut begangen werden, allerdings nicht mit Kinderwagen. Der Themenweg Homburg ist Teil des regionalen Wanderwegnetzes. Er kann deshalb kombiniert werden mit dem Bahnwanderweg Läufelfingen-Sissach-Liestal-Pratteln oder mit einer Wanderung zum Bad Ramsach und auf den Wisenberg.

Kirche St. Peter und Paul

  Die heutige Kirche wurde ums Jahr 1485 erbaut. Diese Jahrzahl steht auf der zweitgrössten der insgesamt vier Glocken, die im Kirchturm hängen. Aus dieser Zeit stammen auch die wertvollen Wappenscheiben und die wunderschöne Christophorus-Scheibe, die die Läufelfinger 1877 an den Kunsthandel verkauften, um sich eine neue Glocke leisten zu können. Diese Scheiben befinden sich heute im Historischen Museum Basel. Die Glocke mit der Jahrzahl 1878 ist die drittgrösste im Geläut. Die kleinste Glocke stammt aus dem 14.Jh., sie hing also schon in der Vorgängerkirche. Wie diese aussah, wissen wir nicht. Die archäologischen Spuren zeigen, dass eine erste Kirche mit Friedhof ungefähr ums Jahr 800 auf den Trümmern eines römischen Gutshofs oder Heiligtums errichtet worden ist.



 

Die Kirche diente ausser der Pfarrgemeinde auch den Herren und Landvögten von der Homburg sozusagen als Schlosskapelle. Zwei Grabtafeln an der Aussenwand (früher im Kircheninnern) erinnern noch an diese Zeit. Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1672. Die heutigen Glasmalereien in den Chorfenstern wurden 1957 vom Känerkinder Künstler Walter Eglin geschaffen. Sie stellen Anfang (=Schöpfung), Ende (=Ernte) und die Mitte der Zeit (=Jesus als mit Gott ringender Mensch in Gethsemane) dar. Weitere Glasbilder von Walter Eglin (1895-1966) gibt es in der Kirche von Diegten. Sein grösstes Werk ist das Mosaik am Kollegiengebäude der Universität am Petersplatz in Basel. Seine Heimatgemeinde Känerkinden hat ihm ein kleines Museum gewidmet.

Kontakt: www.kaenerkinden.ch



 


An der südlichen Aussenwand sind eine Sonnenuhr und ein Meridian zu sehen. Der Meridian zeigt die Mittagszeit an. Mittag ist, wenn das Sonnenlicht durch das Loch in der kreisrunden Scheibe auf die Linie beim jeweiligen Monat trifft. Diese beiden altertümlichen Zeitmesser wurden bei der Kirchenrenovation von 1956/57 nach altem Vorbild neu konstruiert. Der jüngste Bestandteil der Läufelfinger Kirche ist die grosse Glocke. Sie wurde 1991 von einem Läufelfinger Bürger aus Anlass des 700-Jahr-Jubiläums der Eidgenossenschaft gestiftet, als Ergänzung des bis dahin nur aus drei Glocken bestehenden Geläutes.

Auf dem Friedhofbrunnen steht eine Christophorus-Figur des aus Läufelfingen stammenden Künstlers Fritz Bürgin (1917-2003). Fritz Bürgin hat einen grossen Teil seines Nachlasses dem Kultur- und Museumsverein Läufelfingen übergeben. Die Werke sind nicht permanent ausgestellt.

Kontakt: Albert Frei, 062 299 11 21
www.geocities.com/
fritz_buergin_museum

Aussichtsturm auf dem Wisenberg

 

Der 1001 m hohe Wisenberg diente seit dem Mittelalter als Hochwacht. Er war unbewaldet. Zu Beginn des 19.Jh. wurde ein Triangulationspunkt errichtet für die Vermessung der Region Basel. Im 1.Weltkrieg diente ein hölzerner Turm als Artilleriebeobachtungspunkt. 1927 wurde der Turm neu aus Stein gebaut. Er war 9 m hoch. Er diente im 2. Weltkrieg als Fliegerbeobachtungsposten. Weil der Wald ringsum in die Höhe wuchs, wurde 1953 eine Aufstockung auf 15 m nötig, und 1987 noch einmal eine auf 24,6 m. Die drei Bauphasen sind heute noch gut sichtbar. Vom Turm aus hat man eine einzigartige Rundsicht vom Schwarzwald über den Jura bis zu den Alpen. Der Turm ist nur zu Fuss erreichbar, entweder von Läufelfingen aus oder, etwas kürzer, ab Bad Ramsach oder Blaukreuzheim Hupp ob Wisen.

Kontakt: www.wisenbergturm.ch

Tierfriedhof

 

Eine schweizweit einzigartige Anlage stellt der „Tierfriedhof am Wisenberg“ dar. Im benachbarten Ausland haben Tierfriedhöfe (in Paris, London etc.) seit vielen Jahrzehnten Tradition. Seit 2001 können nun auch hier in Läufelfingen Haustiere, vorab Hunde und Katzen, aber auch Ponys und Kanarienvögel ein liebevolles Grab bekommen. Der privat betriebene Tierfriedhof ist eine landschaftlich schön eingebettete, offene, dem Leben zugewandte Stätte der Begegnung für Mensch und Tier. Sie finden ihn am südlichen Dorfausgang, Wegweiser ab Kantonsstrasse.

Kontakt: www.Tier-Friedhof.ch

Fortifikation Hauenstein

 

Im 1. Weltkrieg wurde zum Schutz der Bahnlinie Basel-Olten, der Jurapassübergänge und des Verkehrsknotenpunkts Olten ein gewaltiges Festungsbauwerk errichtet. Ein 40 km langes Netz von Schützen- und Verbindungsgräben, von Geschützunterständen, Mannschaftsunterkünften etc. erstreckte sich von Obergösgen über den Wisenberg, Läufelfingen, Walten bis zum Belchen und von dort nach Hägendorf hinab. Im Kriegsfall wären hier 42'000 Mann und 6500 Pferde in Stellung gegangen. 29 Dörfer im Umkreis der Festungsanlage wären im Ernstfall evakuiert worden. Zum Glück kam es nicht so weit. Noch heute stossen wir in den Wäldern des Wisenbergs oder am Walten oder im Belchengebiet auf Teile dieser Festungsanlage. Näheres dazu im Internet unter dem Suchwort Fortifikation Hauenstein, oder am Posten 9 des Lehrpfades wisenbergwärts auf www.erlebnisraum-tafeljura.ch. Wer von Läufelfingen auf die Belchenfluh wandert, findet an der sogenannten Südstrasse die in Fels gehauenen farbigen Erinnerungswappen und Inschriften der am Bau beteiligten Wehrmänner aus vielen Teilen der Schweiz.