Was heisst die Streichung der S9 für Läufelfingen

Die Streichung der S9 Läufelfingerli wäre für unser Dorf ein grosser Verlust der guten Verbindungen zur übrigen Schweiz. Und der „Frustbarometer" gegen die Baselbieter Regierung wird eine kaum noch zu kontrollierende Auswirkung haben.


Wir haben uns für Läufelfingen ein Überlebungsprogramm erarbeitet (Überbauung des Kohler Areals mit 80 Wohneinheiten in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und den Satz für die Ertragssteuer für juristische Personen um über 40% auf 2.5% gesenkt), um Läufelfingen auch in der Zukunft attraktiv zu halten und somit auch für die immer steigenden, neuen Herausforderungen positionieren zu können.


Mit der Streichung der S9 würde ein grosser Teil unserer Strategie über den Haufen geworfen und trifft unsere Bestrebungen mitten ins Herz. Und ausgerechnet eine Gemeinde, die versucht, die vom Kanton sehnlichst herbeigeplante Ausdünnungen der „Randregionen“ zu wiederstehen. Das Konzept mit „Zentral zu den grösseren Ballungscentren mit der S9“ würde über Nacht einfach weggestrichen. Die Folge werden massive steuerliche Einbussen sein, das kann auch nicht im Sinne des Kantons Baselland liegen. Es erstaunt schon, dass man ein Dorf, notabene noch das grösste im oberen Homburgertal mit vielen Dienstleistungsangeboten für die Bevölkerung der angrenzenden Gemeinden einfach ignoriert und eine massive Verschlechterung in Kauf nehmen will.


Mit der Streichung der S9 wird Läufelfingen wirklich zum „hintersten Dorf“ im Homburgertal und erleidet einen massiven Attraktivitätsverlust. Die Mähr mit einem besseren Angebot mit Bussen ist schon fast nicht mehr zu hören. Fakt ist, dass mit den Bussen auch für die übrigen Pendler im Homburgertal massiv höhere Reisezeiten entstehen werden. Der entstehende Mehrverkehr durch Busse durchs Homburgertal wird ganz ausser Betracht gelassen und ist auch kaum umweltverträglicher als die Bahn. Mit dem allfälligen Busbetrieb wird auch der Verlust von garantierten Bahnanschlüssen zu den Ballungscentren des Mittellands in Kauf genommen.


Natürlich muss man die Kosten für die Allgemeinheit betrachten und möglichst effizient wirtschaften, aber dies darf nicht nach dem Motto ´Wir sparen, egal was es kostet´ passieren. Wäre in der Bearbeitung von ausgewogenen Lösungen für einen attraktiven ÖV im Homburgertal gleich viel Kreativität an den Tag gelegt worden wie all die vielen Lösungsvorschläge einfach zu ignorieren und als nicht sparwirksam abzuhalftern, hätte schon viel früher damit begonnen werden können, eine ganzeinheitliche, optimierte Kosten/Nutzen Lösung zu finden. Mit diesem Verhalten fühlen wir uns nicht ernst genommen und je länger je mehr 2. Klasse Baselbieter. Man kann ja auch Politik an den Bürgern vorbei betreiben, meistens wird diese Art von Politik nicht goutiert. Aus diesem Grund ist diese Landratsvorlage abzulehnen und zu bekämpfen.


Dieter Forter, Gemeindepräsident

 
 
 
 
 
14.08.2017, Bedarfserhebung FEB

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